Teufelskralle

hilft den Gelenken auf die Sprünge

WL_Teufelskralle Blüte und Blätter © Adobe Stock

Die Teufelskralle (lat. harpagophytum procumbens) ist im südlichen Afrika (in der Kalahari-Wüste) beheimatet. Der Name ist zurückzuführen auf das Aussehen der Frucht, die verholzt und dornige Verzweigungen bildet, die mit Widerhaken versehen sind. Verwendet werden aber nicht die Früchte sondern die Knollen der Seitenwurzeln (Sekundärwurzeln), da diese die höchsten Wirkstoffkonzentrationen aufweisen.

Inhaltsstoffe

Der Hauptwirkstoff der Teufelskralle ist Harpagosid, der auch zur Qualitätsbewertung herangezogen wird.  Desweiteren finden sich Harpagid, Procumbid, Flavonoide, ... doch es ist die Gesamtheit der Inhaltsstoffe, die die hervorragende Wirkung hervorruft.

Eigenschaften

In Südafrika wird die Teufelskralle von den Einheimischen als Schmerzmittel, Fiebermittel, bei Bluterkrankungen und bei Verdauungsstörungen verwendet.  Nach der Einführung in Europa wurde die Teufelskralle  vor allem bei Arthritis, Stoffwechselerkrankungen, Allergien und allgemeinen Alterserscheinungen eingesetzt.  Die erfahrungsheilkundlich beobachteten Wirkungen in Bezug auf Gelenksprobleme konnten durch zahlreiche Studien bestätigt werden. Die Teufelskralle wirkt entzündungshemmend und schmerzlindernd.  Untersuchungen dokumentieren schmerzlindernde Effekte, eine Zunahme der Beweglichkeit und gute Verträglichkeit.

Die Wirkung ergibt sich voraussichtlich über eine Hemmung der Leukotrien- und Thromboxanbiosynthese (Botenstoffe des Entzündungsgeschehens) und einer Hemmung eiweißabbauender Enzyme in der Knorpelmatrix.

Die Teufelskralle kommt sowohl innerlich als auch äußerlich zur Anwendung. Äußerlich wird sie bei rheumatischen und degenerativen Erkrankungen des Bewegungsapparates sowie bei Verspannungen der Muskulatur empfohlen. Die Teufelskralle enthält Bitterstoffe, die die Verdauungsdrüsen anregen. Sie kann daher bei Völlegefühl und Blähungen hilfreich sein.

Die wichtigsten Einsatzgebiete zusammengefasst:

  • Rheuma und Arthrose
  • Rückenschmerzen
  • Appetitlosigkeit und Verdauungsbeschwerden 

Sonstige Namen für diesen Wirkstoff

Harpagophytum procumbens